Welse
Vereinfachte unvollständige Untergliederung der Welse:
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Die Welsartigen (Siluriformes)
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Antennenwelse (Pimelodidae)
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Dornwelse (Doradidae)
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Harnischwelse (Loricarridae)
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Die Harnischwelse sind eine Familie der Ordnung der Welsartigen.
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Ancistrinae
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Ancistrus (Gattung: Antennen-Harnischwelse) Blauer Antennenwels (A. dolichopterus) Baryancistrus Echte Welse (Siluridae) Silurus Wels (Silurus glanis)
Grundsätzlich wird beim Spinnfischen mit Riesenblinkern in den oberen Wassererschichten geangelt. Riesenblinker sind so konzipiert, dass sie durch Aussendung großer Druckwellen und einem ganz speziellen Laufverhalten, besonders von am Boden stehenden Fischen, aus weiter Entfernung als Beute geortet werden. Sichträuber wie Wels, Hecht, Zander etc. reagieren zudem auf die starken Lichtreflexe der Riesenblinker.
Das Wallerholz
Das Wallerholz hat im Osten Europas eine lange Tradition. Schon seit Jahrzehnten wird in den osteuropäischen Ländern mit dem Wallerholz gezielt auf Wels gefischt. Ursprünglich kommt das Wallerholz aus Ungarn. Einem Land in dem schon seit Urzeiten die Welse in den Gewässern vorkommen. Da der Wels in der damaligen Zeit für die Berufsfischer eine große Bedeutung hatte, entwickelte sich im Laufe der Zeit das Wallerholz zu einer echten „Wunderwaffe“. Anfang der 70er Jahre fand dann das Wallerholz den Weg nach
Mittel- und Südeuropa. Die Fangerfolge waren gigantisch und so nahm das Wallerholz einen wichtigen Platz in der Welsfischerei ein.
Die Funktionsweise des Wallerholzes muss man sich wie folgt vorstellen. Das Wallerholz wird vom Angler in einem bestimmten Winkel und mit einer bestimmten Geschwindigkeit durch das Wasser geführt. Hierbei nimmt die Geschwindigkeit vom Eintauchen des Holzes, bis zum Verlassen der Wasseroberfläche zum Ende hin, immer mehr zu. Dabei wird die Wasseroberfläche durchschnitten und es bildet sich eine Luftblase unter dem Kopf des Wallerholzes. Das zusammenfallende Wasser und die Luftblase welche zur Oberfläche steigt erzeugt dabei ein typisches „Klopfgeräusch“. Dieses Klopfgeräusch ist nicht immer gleich. Je nachdem was man für ein Wallerholz fischt, verändert sich die Tonlage und Tonfrequenz.
Inzwischen gibt es viele verschiedene Arten von Wallerhölzern. Große, kleine, gebogene, gerade, lange und kurze Hölzer. Je nach Einsatzgebiet wird heute auf eine bestimmte Form zurückgegriffen. Das entscheidende Merkmal des Wallerholzes ist sein Kopf. Er entscheidet über den Ton und die Tiefe der späteren Lockwirkung. Wallerhölzer mit einem kleinen, nach innen gewölbten Kopf, erzeugen keine so starken Druckwellen unter Wasser. Diese Art der Wallerhölzer wird für flache Gewässer verwendet. Ein großer, nach außen gewölbter Kopf ist für tiefe Gewässer gedacht. Diese Hölzer erreichen Tiefen bis zu fünfzehn Metern. Die Holzwahl ist dabei von entscheidender Bedeutung. Denn nicht jedes Holz klingt gleich. Jene Wallerhölzer welche für tiefe Gewässer gedacht sind, werden in der Regel aus festen Holzarten hergestellt. Durch das feste Holz kann der benötigte Druck beim Klopfen erreicht werden. Diese Hölzer klingen in der Regel sehr dumpf. Weichere Holzarten werden in der Regel dann verwendet, wenn das Holz handgeschnitzt ist oder für das Fischen im Flachwasser gedacht ist. Mit ihnen können sanftere Töne erzeugt werden.
Warum lockt das Wallerholz die Welse? Diese Frage ist noch immer nicht wissenschaftlich geklärt. Der Wels kann durch sein Seitenlinienorgan und das Webersche Organ, Druckwellen unter Wasser wahrnehmen und den Ausgangspunkt genau lokalisieren. Diese Druckwellen werden von unterschiedlichsten Dingen im Wasser erzeugt. Sei es von Futterfischen, Hindernissen oder anderen Welsen die in das Revier eingedrungen sind. Beim Fischen mit dem Wallerholz macht sich der Welsangler diese Eigenschaft zu nutzen. Es wird dabei genau unterhalb des Holzes ein Köder angeboten, welcher in der Regel von den Welsen genommen wird. Der Wels ist in dieser Situation nicht direkt auf Futtersuche. Er möchte vielmehr die Störenquelle beseitigen, die diese Druckwellen im Wasser auslösen.
Das Wallerholz ist jedoch nicht immer fängig. In Gewässern wo viel mit dem Wallerholz gefischt wurde, stellen sich die Welse auf das Wallerholz ein.
Der Köder wird dann in den meisten Fällen nicht mehr genommen, da die Welse das Geräusch mit einer negativen Erfahrung verbinden. Dann heißt es neue Holzformen zu entwickeln und somit den Wels zum Anbiss zu verleiten.
Der Wels oder auch Waller ist ein Süßwasserfisch mit einem breiten, flachen Kopf mit weitem Maul, zwei langen Bartfäden (Barteln) am Oberkiefer und 4 kürzere Barteln am Unterkiefer, einer langen und bis zur Schwanzflosse reichenden Afterflosse, einer kleinen und relativ weit vorne sitzenden Rückenflosse. Welse werden bis zu 80 Jahre und haben ein sehr gutes Gehör.
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