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Angler der Jugendinitiative Elbtalaue trafen sich zu ihrem ersten Angelcamp in diesem Jahr in Probst Jesar. Es sollte aber kein gewöhnliches Treffen sein.
Welche Eltern haben sich nicht schon einmal geängstigt, dass ihre
Kinder Hinterlassenschaften aus dem zweiten Weltkrieg finden und dabei
zu Schaden kommen könnten. Den Organisatoren der Initiative war das
Anlass genug, vor dem Angeln einen Ausflug zum Munitionsbergungsdienst
Mecklenburg Vorpommern, Betriebsteil Jessenitz Werk, zu unternehmen.
Die Kinder und Jugendlichen wurden mit der Tatsache konfrontiert,
welche gefährlichen Fundstücke aus älterer oder jüngerer Vergangenheit
beim Würmer suchen, beim Pilze suchen oder beim Aufenthalt im oder am
Wasser gefunden werden können.
Die gezeigte Fundmunition und andere
explosive Gegenstände schärften das Sicherheitsbewusstsein der
Teilnehmer dieser Exkursion. Die anschließenden praktischen Übungen mit
einem elektronischen Metallsuchgerät auf einer Übungswiese und die
anschauliche Wirkung und dem Knall einer kleinen Sprengladung, wie sie
in unerlaubten Silvesterböllern verwendet wird, waren sehr
beeindruckend. Ein Dank geht an den stellvertretenden
Dienststellenleiter des Munitionszerlegungsbetriebes Jessenitz Udo
Ullrich und dem Mitarbeiter Friedhelm Matz, der ihm hilfreich zur Seite
stand, sowie der übergeordneten Dienststelle. Großen Anteil am Erfolg
hatte aber auch Bernd Schmoranz vom Anglerverein Lübtheen, der diese
Exkursion organisierte und dem Vereinsvorstand, der erneut Gastgeber
der Kinder und Jugendlichen war.
An beiden Tagen sollte aber auch das Angeln nicht zu kurz kommen. Auch
wenn die Beißlust der Fische auf Grund der Wetterwechsel der letzten
Tage sehr verhalten war, konnte Felix Puls am vergangenen Sonnabend
einen Karpfen von 49 cm Länge landen. Mit einem Grillabend, viel
Anglerlatein und einem Videofilm klang der Tag aus.
Früher Vogel fängt den Wurm. Das galt am Sonntag auch für die Angler.
Der Höhepunkt war der Biss eines Hechtes auf Made an einer Stippe. Aber
wie im richtigen Leben hat auch ein Fisch seine Chance. Der Hecht hätte
ohnehin wegen der bestehenden Schonzeit zurück gesetzt werden müssen.
Doch er nutzte seine Möglichkeit und machte sich kurz vor dem Kescher
auf und davon, damit er noch wachsen möge.
Das alles an diesem Wochenende so gut geklappt hat, war das
hauptsächliche Verdienst von Ines Dose und ihrem Mann Detlef, Holger
Bruhn, Holger Schulenburg, Bernd Schmoranz, Dieter Kloss, die die
Vorbereitung und die Durchführung abgesichert hatten und die Betreuer
der Vereine, die ihre Kinder und Jugendlichen in ihre Obhut nahmen.
Da sich in dieser Jugendinitiative Elbtalaue nicht nur Vereine des
Landesanglerverbandes oder des Regionalanglerverbandes
"Süd-West-Mecklenburg" zusammenfinden, sind alle an der Mitwirkung
weiterer Vereine interessiert, soweit sie bereit sind, die entstehenden
Kosten anteilmäßig mitzutragen.
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