|
Deutschland
Abenteuer Angeln
Angeln macht einfach Spaß, ganz egal, ob man sich der Spinnfischerei auf Hecht, Zander und Co verschrieben hat, ob man den nächtlichen Ansitz auf kapitale Karpfen und Aal bevorzugt, mit der Fliegengerte den Salmoniden nachstellen will oder es gar auf die ganz Kapitalen abgesehen hat, um am Ebrostausee oder Po einen kapitalen Waller zu fangen, der größer, als der Angler selbst ist. Es gibt in Europa sehr gute Angelreviere, wo die Betreiber sich bereits seit Jahren auf die Bedürfnisse der Angler eingestellt haben. Dennoch kann es vorkommen, daß Angler ein wahres Paradies zur Verfügung haben, die Kapitalen aber nicht beißen wollen, was sehr ärgerlich sein kann. Vorteilhaft ist, die beste Jahreszeit und Faktoren wie Wasserstand, Wind, Gezeiten vorher zu erfragen und die Reisezeit danach auszurichten. Oft kann bei Angelpech auch die Umstellung auf andere Zielfische sehr erfolgreich sein. So entwickelte ein Bekannter während eines zu heißen Hechtangelurlaubs eine Vorliebe für die kapitalen Aale und Schleien. Ob man sich mit einigen Kumpels einen Kabinenkreuzer auf dem Erne oder Shannon mietet, die Wasserwildnis Hollands erkundet oder am Po den Wallern nachstellt, in den meisten europäischen Ländern ist für die Anglergastkarte ein Jahresfischereischein erforderlich. Vor Ort geht es dann allerdings oft weniger bürokratisch zu, und Reisende, die gerne mal angeln wollen, erhalten dann auch meist eine Karte. Übrigens kann sich Deutschland als Angelland durchaus sehen lassen. Mit Nord- und Ostseeküste, dem Main, der Donau, der Mecklenburgischen Seenplatte und unzähligen Talsperren verfügt Deutschland über eine besonders artenreiche Fischfauna. Den Touristen, die an die Mecklenburgische Seenplatte kommen, hat die Regierung in Schwerin übrigens ein Zugeständnis gemacht, und wer dort seinen Urlaub verbringt, darf mit einer Touristenkarte auch ohne Sportfischerprüfung angeln.
|