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Aale fangen 

Unter Aalfang versteht man das Fischen von Aalen mit unterschiedlichen Methoden beziehungsweise Fangtechniken. Je nach Gewässer und Aalart erweist sich die eine oder andere Methode als erfolgreicher.

    * mit Reusen (Körben)– da sie einfach zu handhaben sind eine wichtige Fangmethode, besonders für Berufsfischer. Allerdings muss man beim Auslegen der Körbe die Ortskenntnis haben, wo sich Aale häufiger aufhalten.
    * mit Schleppnetzen ist der Aalfang meist nur in größeren Gewässern möglich in denen die Fangrechte nicht aufgeteilt sind.
    * mit Aalschokkern (spezielles Boot zum Fangen von Aalen in Küstennähe oder auf Flüssen)
    * Elektrofischerei
    * mittels Aalglippe und Plumperstock
    * mit Aalschnur – eignet sich vor allem für den Hobbyangler, da mit größeren Erträgen nicht zu rechnen ist. Nachteil ist, dass auch kleine Tiere – die sich noch nicht zum Räuchern eignen - gefangen werden. Als Köder können kleine Fische, wie Rotaugen, Rotfedern und Brassen, sowie Würmer, Bienenmaden oder Tebolarven dienen.
    * Stationäre Fanganlagen, Aalhamen (fest installierte Netze) eignen sich vor allem für eine Bestandsaufnahme und weniger für die Bewirtschaftung eines größeren Gewässers.

Nach inoffiziellen Schätzungen wurden in den 1990er Jahren circa 30.000 Tonnen jährlich von ungefähr 20.000 bis 25.000 Fischern gefangen.

Auch der Aal und nicht zuletzt der Europäischer Aal (Anguilla anguilla), einst ein in Massen in den Flüssen vorkommender Fisch, ist seit Jahren ein vom Aussterben bedrohtes und auf der Roten Liste stehendes Tier. Dafür gibt es viele Gründe.

    * So schädigt beispielsweise der Parasit Anguillicola crassus die Schwimmblase der Aale und sie sind dem kräftezehrenden Weg durch den Atlantik nicht mehr gewachsen. Inzwischen sind bereits 90% der Aale infiziert. Die hohe Umweltbelastung kann durchaus als ein Grund für den schlechten Allgemeinzustand der Aale diskutiert werden.
    * In den Turbinen von Wasserkraftwerken werden jährlich Tausende Aale vernichtet. An erster Stelle ist hier das Großkraftwerk Wahnhausen bei Kassel zu nennen.
    * Das Absperren der Flussläufe mit den oben genannten Aalhamen, Netze die besonders die für die Arterhaltung wichtigen Blankaale einsammelt. Die Umsiedlung in Gewässer ohne Zugang zum Meer hat keinerlei arterhaltende Wirkung.
    * Glasaale, die als Delikatesse besonders in Mittelmeerländern zu Weihnachten verzehrt werden. Auch wandern immer mehr der europäischen Aale als Kabayaki (gegrillter Aal) auf japanische Teller.

Die Amerikaner und Kanadier haben inzwischen reagiert und ihren Glasaal (Anguilla rostrata) unter Schutz gestellt.

 
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